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Der Wandel der Modebranche

Die Bekleidungsindustrie diktiert ihre Spielregeln. Ständig wechselnde Kollektionen, Trendfarben und Schnitte drängen uns immer wieder dazu, neue Kleidung zu kaufen. Kleidung, die häufig schon kurz danach wieder weggeworfen wird.

Während die weltweite Textilproduktion sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt hat, hat sich die Tragedauer unserer Kleidung inzwischen halbiert.

Allerdings erregt nachhaltige Mode aufgrund des wachsenden Bewusstseins vieler Menschen immer mehr Aufmerksamkeit. Diese Tendenz ist zwar schon etwas länger spürbar, aber auch die Corona-Pandemie hat ihren Teil dazu beigetragen.

Wie geht es mit der Modebranche nach der Pandemie weiter?

Zu Beginn der Virusausbreitung stand neue Mode für den Verbraucher bei den meisten an allerletzter Stelle. Die Menschen kümmerten sich vielmehr um die eigene Gesundheit und leider häufig auch um das finanzielle Überleben. Diese plötzliche Veränderung hat uns dazu gezwungen, unsere Bedürfnisse und somit auch unser Konsum umzudenken. So ist die Nachfrage nach gesunden Bio-Lebensmitteln gestiegen. Zusätzlich haben viele gemerkt, dass auch nachhaltige Kleidung viele Vorteile bietet.

Ein Großteil der Menschen ist achtsamer geworden und legt mehr Wert auf eigene Bedürfnisse als auf einfache Stoffe. Derzeit konsumieren die Verbraucher tendenziell weniger. Viele Marktforschungen zeigen, dass Konsumenten bewusster geworden sind. Sie hatten genügend Zeit, um über ihre überfüllten Kleiderschränke nachzudenken und zu verstehen, dass sie eigentlich viel weniger brauchen als sie haben.

Der Wandel der Modebranche

Viele von uns beschäftigen sich zunehmend mit Nachhaltigkeitsthemen, einschließlich sozialer Fragen und dem Klimawandel. Als Folge dessen steigen unsere Erwartungen an mehr Nachhaltigkeit und weniger Überproduktion. Überdies wünschen sich viele Menschen mehr Klarheit und Transparenz. 

Nun müssen Modemarken immer mehr nach den Bedürfnissen der Kunden handeln. Deswegen versuchen immer mehr Unternehmen ihre Prioritäten zu ändern, um keine Kunden zu verlieren.

Aktuell haben schon mehrere Modemarken begriffen, dass Transparenz ein wesentlicher Aspekt des nachhaltigen Handelns ist. Das bedeutet, dass alle Verbraucher die Möglichkeit haben sollten, jede Stufe der gesamten Wertschöpfungskette nachzuvollziehen.

Dafür muss allerdings die Nachhaltigkeit nicht bloß eine Marketingkampagne oder Strategie sein, sondern Teil der Unternehmensphilosophie.

1,5-Grad-Ziel

Die weltweite Modeindustrie ist äußerst umweltbelastend und häufig sogar verschwenderisch. Bis jetzt haben die meisten Modeunternehmen ihren Einfluss auf die Umwelt und die Verantwortung ihr gegenüber ignoriert. Und obwohl die Zahl der nachhaltigen Modemarken deutlich gestiegen ist, ist sie im Vergleich zu den Fast Fashion Marken ziemlich gering. 

Mittlerweile bekommt das Thema Nachhaltigkeit einen immer größeren Stellenwert und sogar die großen Konzerne müssen ihre Prioritäten umstellen.

Um drastische Folger für die Erderwärmung zu verhindern, ist es erforderlich den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Das wäre aber nur dann möglich, wenn der CO2-Ausstoß auf allen Stufen der Produktion sinkt.

Die wichtigsten Quellen der Emissionsverminderung

Reduzierung der Emissionen innerhalb der Betriebe

Die Betriebe selbst haben das größte Potenzial zur Verminderung von CO2. Mithilfe von bestimmten Anpassungen bei der Material-Produktion und -Bearbeitung können ca. 61% der CO2-Emissionen eingespart werden. Das Ganze verlangt natürlich nach vielen Veränderungen: erneuerbare Energie bei der Produktion, nachhaltigere klimatechnische Ausrüstung, Nachrüstung der Ausstattung durch neue Technologien usw.

Reduzierung der Emissionen durch direkte Tätigkeiten der Unternehmen

Durch die Veränderungen in den Unternehmen selbst können die Emissionen um 18% verringert werden. Zu den möglichen Verbesserungen der Arbeitsvorgänge zählen unter anderem der Einsatz von nachhaltigem Transport (weniger Seetransport), Verwendung von verbesserten Verpackungen (mehr recycelten Materialien), reduzierte Überproduktion und Minimierung von Retouren (bessere Empfehlungen von Größen).

Reduzierung durch ein nachhaltiges Verbraucherverhalten

Die restliche 21% lassen sich mithilfe von Förderung eines bewussten Konsumverhaltens zu vermindern. Natürlich muss der Kauf neuer Kleidungsstücke besser bedacht und diese dann länger getragen werden. Aber auch Modeunternehmen können einen großen Beitrag dazu leisten. Dafür braucht man aber etwas andere Geschäftsmodelle als es bisher häufig angewendet wurde. So könnten die Unternehmen Recycling fördern und anhand besserer Pflegehinweise den Verbrauchern helfen, die Kleidung länger nutzen zu können. Außerdem wären Hinweise zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag auch sehr effizient (z. B. bei weniger Grad die Wäsche waschen und ohne Trockner trocknen).

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Mode ist nach wie vor geprägt von Schnelllebigkeit. Dennoch befindet sich ein Großteil der Branche gerade im Wandel. Und immer mehr Käufer zeigen die Bereitschaft ihren (Über-)Konsum zu überdenken. Wohlstand bedeutet nicht unbedingt, dass man mehr konsumieren soll. Die katastrophalen Verhältnisse, in denen viele Menschen weltweit arbeiten müssen sowie schlimme Folgen des Klimawandels ermutigen uns zu handeln. Denn die Verantwortung für unsere Zukunft liegt bei jedem von uns. Also nicht nur bei den Modeunternehmen, sondern auch bei jedem, der letztendlich die Kleidung trägt.

Wenn du dich noch mehr für das Thema interessierst, dann schau bei unserem Artikel "Slow Fashion: Ein Schlüssel zum nachhaltigeren Leben" vorbei.

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Quelle: McKinsey & Co "Fashion on climate"

 

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