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Nachhaltige Textilien – Teil 3: Econyl und SeaCell

Synthetische Textilien verursachen jede Menge Mikroplastik, sodass sie nicht nur bei der Herstellung zahlreiche Schäden anrichten, sondern auch bei der Nutzung.

Etwa ein Drittel des Mikroplastiks im Meer stammt von Textilprodukten.

Wegen der unzähligen ökologischen und sozialen Problemen, die die Fast Fashion Industrie verursacht hat, steigt nun die Nachfrage nach nachhaltiger Mode. Genau deswegen werden fortlaufend umweltschonende Alternativen entwickelt.

In diesem Artikel wollen wir dir nicht nur nachhaltige, sondern auch innovative Textilien präsentieren und erklären, wo deren Stärken und Schwächen liegen.

ECONYL

Eigenschaften von Econyl

Dank seinen Eigenschaften wird Econyl besonders häufig für Bademode und Sportbekleidung verwendet.

Econyl ist eine innovative Kunstfaser, die erst 2011 entwickelt wurde. Genauer gesagt handelt es sich beim Econyl um recycelte Nylonfasern. Eigentlich ist Nylon ein synthetisches Material, das grundsätzlich aus Erdöl hergestellt wird. Econyl wird dagegen aus alten Stoffresten, Industrieplastik und Ozeanmüll produziert. Dafür werden aus den Meeren Fischernetze geborgen, sortiert, gereinigt und zu Garn verarbeitet. Der gesamte Recyclingprozess erfolgt ohne Einsatz chemischer Mittel. Außerdem wird Econyl-Garn sehr ressourcenschonend hergestellt.

Bei der Produktion von 10.000 Tonnen Econyl werden 57.100 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Econyl gilt als nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Nylon. Einerseits werden tonnenweise Geisternetze aufgesammelt, in denen sich Meeresbewohner sonst verfangen könnten. Andererseits wird Mikroplastik verhindert, das sonst in die Nahrungskette von Tieren und Menschen gelangt. Mehr zu den negativen Konsequenzen von Plastikmüll im Meer findest du in unserem Artikel zum Thema Meeresschutz.

Durch die Herstellung von 10.000 Tonnen Econyl-Garn werden rund 12.600 Tonnen Abfall wiederverwertet.

Geisternetze im Meer

Zwar ist die Produktion von Econyl sehr umweltfreundlich im Vergleich zu herkömmlichem Nylon, aber genauso wie ein Löffel Teer in einem Fass Honig hat Econyl auch einige Nachteile für die Umwelt.

Wie jede andere Kunstfaser setzt Econyl beim Waschen Mikroplastik frei, das dann durch das Abwasser in unsere Meere zurück gelangt. Deswegen soll man Kleidung aus diesem Material unbedingt in einem speziellen Waschbeutel waschen, der das Mikroplastik abfängt.

Darüber hinaus ist Econyl zwar nicht biologisch abbaubar, dafür aber komplett recycelbar und kann unendlich oft neu verarbeitet werden. Deswegen ist es wichtig, Produkte aus Econyl richtig zu entsorgen.

Alles in allem ist Econyl zwar eine Kunstfaser, wird aber aus Abfällen hergestellt, die sonst unsere Umwelt belastet hätten. Unserer Meinung nach ist es ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, bei der Produkte repariert oder recycelt und wiederverwendet werden.

SEACELL

Eigenschaften von SeaCell

SeaCell ist eine besondere Naturfaser, die aus Algen und Cellulose gewonnen wird. Dafür werden ausschließlich Braunalgen aus den isländischen Fjorden verwendet. Wichtig: das einzigartige Ökosystem wird dabei nicht beeinflusst.

Anhand schonender Ernteverfahren wird nur der regenerative Teil der Alge entfernt. So werden die Algen nicht zerstört und können sogar erneut nachwachsen. Danach werden die Braunalgen getrocknet, zerkleinert, gemahlen und nachfolgend in die Cellulosefaser eingebracht.

1kg getrockneter Algen besitzt die Wirkstoffe von 100.000 Litern Meerwasser.

Das Meerwasser der Fjorde nimmt durch den Kontakt mit abkühlendem Magma viele verschiedene Mineralien auf. Sogar nach der Ernte erhalten die Algen ihre wertvollen Wirkstoffe. Vitamine und Mineralstoffe aus dem Meer werden beim Tragen der Kleidung freigesetzt. So wird unsere Haut durch Antioxidantien gepflegt und geschützt. Überdies kann die Kleidung aus SeaCell auch entzündungshemmend wirken.

Braunalgen aus den isländischen Fjorden

Aufgrund von patentierter Technologie bleibt die positive Wirkung der Algen auch nach mehreren Waschvorgängen erhalten.

In der Textilbranche ist SeaCell ein echter Allrounder. Das Material eignet sich optimal für Unterwäsche und Sportbekleidung, weil die Fasern weich, atmungsaktiv und hautfreundlich sind. 

Nite to know: SeaCell lässt sich sehr gut mit anderen Fasern kombinieren. Dadurch lässt er sich vielseitig einsetzen und auch für Heimtextilien verwenden.

Zusammengefasst ist SeaCell umweltfreundlich und vollständig biologisch abbaubar, hat eine antioxidative Wirkung und ist perfekt für die empfindliche Haut geeignet. Und da es aus einem nachwachsenden Rohstoff entsteht, erfolgt die Produktion in einem natürlichen Zyklus.

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Wie du siehst, funktioniert die Produktion hochwertiger Kleidung auch nachhaltig. Man kann mit der Natur harmonisch leben und von deren Gaben profitieren, ohne die Umwelt zu zerstören. Außerdem entlasten nachhaltige Materialien nicht nur der Umwelt, sondern können auch gut für dich – deine Haut und deinem Gewissen - sein.

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Gemeinsam können wir die Welt ein Stück besser machen!

 

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