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Biokunststoffe

Auf dem Höhepunkt im Jahr 2000 wurden rund 7 Milliarden Plastiktüten in Deutschland verbraucht.

Was unterscheidet biobasierte von biologisch abbaubaren Kunststoffen?

Aus Biomasse hergestellte Kunststoffe bezeichnet man als biobasierte Kunststoffe. Diese können beispielsweise aus Mais oder Zuckerrohr hergestellt werden. Biologisch abbaubare Kunststoffe sind Kunststoffe, die sich unter bestimmten Bedingungen zersetzen. Diese hinterlassen bei ihrem Abbauprozess nichts als CO2 und Wasser. Auch biobasierte Kunststoffe können biologisch abbaubar sein. Umgekehrt müssen aber biologisch abbaubare Kunststoffe nicht zwingend biobasiert sein.

Woraus bestehen biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe?

Biobasierte Kunststoffe bestehen in der Regel aus stärke- und cellulosereichen Pflanzen wie Mais oder Mascanthus. Manchmal werden aber auch Ölsaaten oder Holz für die Herstellung verwendet.

Biologisch abbaubare Kunststoffe werden aus thermoplastischer Stärke, Cellulose, abbaubaren Polyestern und Polylactid hergestellt.

Biobasierte Kunststoffe

Aus vergleichenden Ökobilanzen einfacher Gegenstände und Verpackungen geht hervor, dass die Umweltauswirkungen nicht wesentlich verbessert werden, wenn Rohstoffe biobasiert sind. Konventionelle fossilbasierte Kunststoffe setzen mehr klimawirksames CO2 frei, während sich biobasierte Kunststoffe in einem höheren Versauerungs- und Eutrophierungspotential sowie einem größeren Flächenbedarf ausdrücken. Der Grund hierfür ist die landwirtschaftliche Produktion der Rohstoffe. 

Die biobasierten Kunststoffe sind nur anteilig biobasiert. Daraus ergibt sich, dass nur ein Teil dieses Kunststoffes aus biobasierten Rohstoffen hergestellt wurde und nur deshalb das Label "Biobasiert" tragen darf.

Biologisch abbaubare Kunststoffe

Obwohl Produkte wie Verpackungen oder Einwegprodukte aus biologisch abbaubaren Kunststoffen bestehen, dürfen diese nicht in die Biotonne geworfen werden!

Grund hierfür ist, dass aus den gesammelten Bioabfällen Düngemittel oder zum Beispiel Kompost hergestellt werden. Zwar ist dieser Kunststoff abbaubar, die Zersetzung geschieht jedoch nicht von jetzt auf gleich und ist daher nicht unbedingt für den Biomüll geeignet.

Biokunststoffe können im Allgemeinen in folgende Gruppen unterteilt werden:

  1. Biobasierte nicht abbaubare Kunststoffe (wie naturfaserverstärke Kunststoffe oder Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe)
  2. Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe (aus pflanzlichem Ursprung, durch Mikroorganismen oder tierischem Ursprung)
  3. Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen (wie abbaubarer Polyester)

Vorteile der Biokunststoffe:

Die Vorteile der Biokunststoffe sind unter anderem der geringe CO2 Verbrauch bei der Produktion der Kunststoffe. Zudem kommt es zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen (je nach Art der produzierten Kunststoffe).

Nachteile der Biokunststoffe:

Die Nachteile von Biokunststoffen liegen im agrarischen Bereich. Die zusätzliche Anbauflächen und die Verwendung von Düngemitteln oder Pestiziden fallen der Umwelt zur Last. Aber auch die Genmanipulation bei der Gewinnung der notwendigen Rohstoffe ist ein wichtiger Faktor.



Der Plastiktütenverbrauch ist über die Jahre gesunken. Aus Ermittlungen des UBA Handelsverband Deutschland geht hervor, dass im Jahr 2000 rund 7 Milliarden Plastiktüten in Deutschland verbraucht wurden. Im Jahr 2015 lag dieser Wert bei 5,6 Milliarden und 2018 bei 2 Milliarden.

Über die Jahre hat sich also vieles verändert. Beispielsweise achten viele Menschen in ihrem Kaufverhalten darauf, überflüssige Einwegprodukte oder Plastiktüten zu vermeiden. Des Weiteren gab die Bundesregierung im Februar diesen Jahres bekannt, dass ab Januar 2022 leichte Plastiktragetaschen Verboten werden. Dieses Verbot geht aus dem Verpackungsgesetz der Bundesregierung hervor.

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Quellen: CSR NEWS, "Biokunststoffe" Stand 16. Januar 2020; Umweltbundesamt, "Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe" Stand 04. Februar 2020

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