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Flora und Fauna der Berge

Alpine Ökosysteme liefern einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem und sind zudem Hotspots vieler verschiedener Arten.

Nirgendwo ist der Klimawandel so stark messbar wie im Alpenraum. Hier lässt sich aus den letzten 100 Jahren verzeichnen, dass es zu einem Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius kam. Dies ist doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt.

Nur ein Grad Temperaturunterschied im Jahresdurchschnitt entspricht in den Bergen einem Höhenunterschied von 200 Metern. Für die dort ansässige Flora und Fauna heißt das, dass sie mit klettern müssen. Weiter nach oben!

Pflanzen ziehen sich zurück in die Hochlagen

Die vorliegende Grafik zeigt, dass im Laufe der Zeit einige Pflanzenarten ihre ursprüngliche Heimat verlassen und sich in anderen Gebieten neu ansiedeln. Dieser Trend erstreckt sich nicht nur zwischen 1900 und 2003, sondern ist immer noch ein fortlaufender Prozess. Die Verlagerung der Vegetationszonen verändert sich durch den Klimawandel ständig. Pflanzen und Tiere, welche eine Ausweichmöglichkeit haben, wandern mit den Vegetationszonen. Jedoch gibt es auch seltene und hochspezialisierte alpine und nivale Pflanzen- und Tierarten, welche aufgrund des Lebensraumverlusts und der fehlenden Ausweichmöglichkeiten aussterben.

Neben der Veränderung der Vegetationszonen und der darin lebenden Tier- und Pflanzenwelt, kommt es regionenweise auch zur steigenden Ausbreitung heimischer, aber auch nicht-heimischer wärmeliebender Tiere und Pflanzen. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Tierwelt, da es durch die Veränderungen, wie zum Beispiel bei zeitlichen Abfolgen von Lebensstadien (Paarungszeiten, Eiablage etc.), negative Auswirkungen auf die Nahrungsketten gibt.

Vermehrung von Tierarten

Borkenkäfer gehören in den Bergfichtenwäldern zur natürlichen Artenausstattung. Die kleinen Tiere sind in der Lage, geschwächte Fichten zum Absterben zu bringen und erhöhen damit lokal auch die Strukturvielfalt in den Wäldern.

Besonders problematisch für viele Waldbestände ist der Borkenkäfer. Aufgrund der steigenden Temperaturen und dadurch einhergehenden Veränderungen der Massenvermehrung, zählt der Borkenkäfer nun in vielen Regionen als Schädling. Der Käfer profitiert somit von der Klimaerwärmung, denn:

  •       Es kommt zur Vermehrung des Käfers, auch in höheren Lagen der Bergfichtenwäldern
  •       Verlängerung des Zeitraums, in dem die Vermehrung und Entwicklung des Käfers stattfindet
  •       Zahl der Jungkäfergeneration kann sich aufgrund der günstigen Witterungsverhältnisse erhöhen
  •       Kann zur Massenvermehrung und unkontrollierter Zerstörung der Fichtenwälder kommen.

Folgen

Es könnte künftig in manchen Alpenregionen dazu kommen, dass Trinkwasservorräte knapp werden, auch Lawinen und Geröllmuren werden immer mehr zur Gefahr.

Die Fichten-Monokulturen der Alpen haben kaum eine Chance aufs Überleben, sie können sich zu schlecht anpassen. Auch die Weißtanne wird sich in den Alpen vielleicht nicht mehr halten können.

Neben den Aspekten den Klimawandels und den damit einhergehenden Folgen für das Ökosystem der Alpen, stellt auch der zunehmende Tourismus einen Nachteil dar.


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Quellen: BR “Bergbewohner auf der Flucht nach oben”, Stand 03.09.2021; Deutscher Alpenverein “Was blüht (uns) da noch?”

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