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Zur Rolle des Meeresschutzes oder warum das jeden angeht

Wusstest du, dass mehr als zwei Drittel unseres Planeten mit Wasser bedeckt sind? Deswegen haben die Meere einen direkten Einfluss auf unsere Lebensbedingungen und spielen eine wesentliche Rolle, wenn es um den Klimawandel geht. Manche Quellen gehen davon aus, dass bis zu 50% des - vom Menschen bisher produzierten - Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO²) von unseren Meeren aufgenommen wurde.

Dies geschieht zum einen dadurch, dass CO² durch das Oberflächenwasser aufgenommen wird, sich abkühlt und somit in tiefere Wasserschichten absinkt, wo es für Jahrzehnte gespeichert wird. Zum anderen nehmen bestimmte Algen (oder auch Phytoplankton) CO² bei der Fotosynthese auf. Abgestorbene Algen sinken zu Boden und begraben damit das aufgenommene CO². Ohne die Meere wären wir also schon jetzt aufgeschmissen!

Ein Wal im Wasser

 

Als wäre das nicht schon genug Arbeit für die Meere, setzen wir sie noch zusätzlich unter Stress:

  • 8 Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr im Meer – das entspricht ca. fünf Einkaufstüten pro 30 Zentimeter aller Küstenlinien auf der Erde
  • 90 Prozent der globalen Fischbestände sind maximal genutzt oder bereits überfischt
  • Zerstörung von Lebensräumen durch Fangmethoden mit Grundschleppernetzen

Das Meer und seine Bewohner: Fische, Wale und Plastik

Das Meer ist keine Mülltonne und dennoch gelangen jährlich 8 Millionen Tonnen Plastik ins Meer. Das Schlimme daran ist, dass das Plastik mehrere hundert Jahre bis zur völligen Zersetzung benötigt. Eine PET Flasche (wie sie für einen gewöhnlichen Softdrink üblich ist) benötigt bis zu 450 Jahre, um sich vollständig zu zersetzen.

Plastik am Strand

Mikroplastik: klein, aber nicht fein

Auf dem Weg zu vollständiger Zersetzung zerfällt das Plastik in sogenanntes Mikroplastik – kleinste Plastikteilchen, die nicht nur für die Meerestiere, sondern auch für Menschen gefährlich sein können. Übrigens: Mikroplastik (wie z.B. Gummiabrieb von Autoreifen) gelangt durch Regen in Flüsse, die wiederum in unseren Meeren enden. Für kleine Fische sind die kleinen Plastikteilchen kaum von natürlicher Nahrung zu unterscheiden. Durch den Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten gelangt das Mikroplastik dann letztendlich in unserer Nahrungskette und landet direkt bei uns auf dem Teller.

Überfischung: Dramatische Folgen drohen

Die Nachfrage nach Fisch steigt stetig. Der Fischkonsum ist in den letzten 10 Jahren von 123,8 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf 156,4 Millionen Tonnen im Jahr 2019 gestiegen, was einen Anstieg von gut 26% entspricht! Das ist mehr, als die Ozeane langfristig bieten können.

Die Überfischung der Meere gefährdet das gesamte Ökosystem. Werden zu viele Fische bestimmter Arten aus dem Meer gefischt, wird die natürliche Nahrungskette unterbrochen und das Gleichgewicht gestört.

Fischfang

Die Überfischung erzeugt darüber hinaus noch ein soziales Dilemma. Industrieller Fischfang zur Versorgung großer Nationen fischt lokalen Fischern die Netze leer. Es gibt einige Regionen, in denen Menschen und deren Existenzen seit Generationen stark vom Fischfang abhängen. Ein Ausfall des lokalen Fischfangs bedeutet für sie eine akute Existenzbedrohung. Außerdem liefern Meere und Ozeane über die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde und beeinflussen das Wetter.

All diese Tatsachen zeigen: Wir müssen unbedingt unseren Plastikmüll reduzieren und diesen vor allem daran hindern in unsere Meere zu gelangen. Außerdem müssen wir darauf achten, das Gleichgewicht der Meere nicht ins Wanken zu bringen, und nur so viele Fische dem Meer zu entnehmen, wie auf natürlichem Weg nachkommen. Leider sehen die Vorhersagen nicht gut aus: bis 2050 könnte mehr Plastik als Meeresbewohner in unseren Meeren schwimmen.

Lass deine Taten für dich sprechen

Gemeinsam können wir allerdings alle dabei helfen dies zu verhindern! 

Jeder kann ein Teil der Veränderung werden und seinen Beitrag zum Naturschutz leisten. Wenn du etwas ändern möchtest, kannst du schon heute anfangen Plastikverpackungen zu vermeiden und deinen Müll richtig zu trennen. Außerdem kannst du z.B. deinen persönlichen Fischkonsum auf einmal pro Woche reduzieren, wie es die Direktorin des WWF Deutschlands in ihrem Buch empfiehlt. Wenn jeder Deutscher dies tut, würde der pro Kopf Fischkonsum von ca. 20 kg auf 7 kg sinken – ein riesiger Unterschied bei gut 80 Millionen Einwohnern! 

Wenn du zusätzlich Meeresschutzorganisationen unterstützen möchtest, kannst du hier mehr über die Organisationen erfahren, mit denen wir zusammenarbeiten. Wähle beim Kauf eines oder mehrerer unserer Produkte deine gewünschte Organisation aus, und wir stellen sicher, dass wir mit deinen Umsätzen die Organisation(en) unterstützen! Denn nur gemeinsam können wir diese riesige Herausforderung schaffen!

Delphine im Meer

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Quelle: CO2-Aufnahme des Meeres, futureocean.org; nationalgeographic.de; Meeresatlas 2017, Heinrich Böll Stiftung; Menge der konsumierten Fische weltweit von 2009 bis 2020, Statista; The New Plastics Economy: Rethinking the future of plastics 2016, World Economic Forum; Wenn wir die Meere retten, retten wir die Welt, Heike Vesper;

 

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