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Nachhaltig und Regional

Getreide

Jährlich werden weltweit rund 600 Millionen Tonnen Weizen geerntet.

Rund sieben Millionen Tonnen Weizen, 800.000 Tonnen Roggen und 390.000 Tonnen Hartweizen verarbeiten deutsche Mühlen, um den Inlandsbedarf an Brot- und Mahlerzeugnisse decken zu können. Das entspricht zwischen einem Viertel und einem Drittel der gesamten deutschen Ernte. Im Jahr 2013 zählte Deutschland zu einem der größten Einzelimporteure. Neben Ländern wie Spanien, Italien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Da Deutschland eines der ertragreichsten Länder für den Getreideanbau ist, kaufen deutsche Mühlen ihre Rohstoffe Überwiegend regional ein. Aufgrund des mäßigen Klimas und der guten Böden wachsen in den Anbaugebieten hochwertiges Getreide. Nur vier Prozent der in den Mühlen verarbeiteten Getreides stammt aus der EU. Dementsprechend stammt 96 Prozent des verarbeiteten Getreides aus Deutschland. 82 Prozent des Getreides, aus der jeweiligen Region, wird auch in dieser vermarktet, 65 Prozent im jeweiligen Bundesland und nur ein geringer Teil wird exportiert.

Nachhaltigkeit

Für die verarbeitende Landwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit vor allem kürzere Transportwege und eine überwiegend regionale Vermarktung der Erträge. Aber auch ein modernes Energiemanagement für einen effizienteren Ressourceneinsatz, die Nutzung regenerativer Energiequellen aus Wasser in einigen Mühlen sowie die vollständige Verwertung der eingesetzten Rohstoffe. Aber auch Bio-Getreide steht in der Landwirtschaft für Nachhaltigkeit. In den letzten Jahren ist der Anbau von Bio-Getreide in Deutschland kräftig gestiegen. Der deutsche Markt kann hiermit also besser versorgt werden. Im Durchschnitt musste ein Drittel des deutschen Bedarfs an Ökogetreide über Importe abgedeckt werden. 

Vollständige Verwertung

Durch die vollständige Verwendung des Getreides sollen die Schalenteile zu Tierfutter verarbeitet werden. Aus den Getreidekeimlingen können in Ölmühlen wertvolles Weizenkeimöl gewonnen werden. Somit bleibt am Ende des Mahlprozesses so gut wie nichts unverwertet.

Biointensiver Gemüseanbau

Der biointensive Anbau ist bislang vor allem in Kanada, Japan und den USA bekannt. Hier wird das Konzept seit den 1960er Jahren angewendet und weiterentwickelt. In Deutschland gibt es aktuell etwa 20 solcher Kleinbetriebe. Das Konzept steht für überschaubare Investitionen, hohe Erträge (auf kleiner Fläche), nachhaltige Bewirtschaftung und ein verhältnismäßig überschaubarer Arbeitsaufwand. Diese Art des Anbaus ist auch bekannt als „Mikrofarming“. In Praxisbetrieben werden durch den Mikrofarming-Ansatz etwas 200-mal so viel Gewinn (höhere Erträge) pro Hektar erzielt, als bei konventionellen Betrieben.

Das Ziel hierbei ist, mit ökologischen Anbaumethoden auf Flächen von maximal einem Hektar möglichst hohe Erträge zu generieren. So soll die Wertschöpfung pro Fläche erhöht werden.

Angebaut wird hier fast ausschließlich saisonales Frischgemüse wie Salat, Frühlingszwiebeln oder Radieschen.

Ein weiterer zentraler Baustein des biointensiven Anbaus ist die aufwändige Kompostwirtschaft. Der Kompost stellt die wichtigste Nährstoffquelle für das Gemüse dar. Der Erhalt und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit gelten als Schlüssel für einen erfolgreichen biointensiven Anbau. Dieser wichtige Kompost wird durch die Erntereste und Grüngut zusammengesetzt.

Die Erträge werden meistens über die Anbaubetriebe direkt verkauft. Die Gewinnspanne für diese hochwertigen Lebensmittel beträgt bis zu 45 Prozent der Investitionskosten. Betrieben aus Kanada und Frankreich berichten von bis zu 100.000 Euro Umsatz im Jahr.

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Quellen: Mein-Mehl, “Regionalität und Nachhaltigkeit”; Ökolandbau, “Biointensiver Gemüsebau”; Agraheute, Weizen: “Deutschland beim Export und beim Import vorn” & “Biogetreide: Fläche wächst, Erträge nicht”.

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