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Auf der Flucht

Weltweite Lage

Die Anzahl der Flüchtlinge steigt immer weiter.

2020 befanden sich weltweit 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Ein Drittel aller Flüchtlinge mussten ihre Heimatländer verlassen. Die meisten kommen aus Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. Aber auch in anderen Ländern befinden sich zahlreiche Menschen in Not: Irak, Iran, Nigeria, Mali, Somalia, Eritrea, Demokratische Republik Kongo u. v. a.

42% der Vertriebenen sind junge Menschen unter 18 Jahren.

Flüchtlinge verlassen ihre Heimatländer

Es gibt viele verschiedene Gründe, die Menschen in die Migration treiben: Krieg, Unterdrückung, Verfolgung, Diskriminierung, Armut und Klimawandel. In den meisten Situationen handelt es sich um mehrere, miteinander verbundenen Faktoren. So fing zum Beispiel der Konflikt in Syrien mit Protesten an, die sich bis hin zu einem Krieg gesteigert haben. Auf der anderen Seite müssen jetzt die Menschen aus manchen Regionen wegen des Klimawandels in Städte umsiedeln, was natürlich die ohnehin schlimme Lage verschärft.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das nicht bloß Zahlen sind, sondern Menschen, die ihre Heimat verlassen und flüchten müssen.

Gefährliche Reise

Flucht ist nur selten eine freie Entscheidung, in den meisten Fällen ist sie überlebensnotwendig. Aus der Not müssen viele Menschen ihre Häuser nur mit dem, was sie tragen können, verlassen. Im Kampf um die Existenz wird alles zurückgelassen – das ganze Leben wird zurückgelassen - ein Punkt ohne Wiederkehr. Ab dem Moment hat nur noch die Sicherheit des eigenen Lebens eine Bedeutung.

Doch auch der Weg aus dem Elend ist häufig lebensgefährlich. Die illegalen Fluchtrouten in extrem überfüllten Booten überleben nicht alle. Viele von denen die Schutz suchen ertrinken, sterben an Hunger und Durst oder werden inhaftiert. Aus diesem Grund überwacht die Initiative Sea-Watch e.V. Seegebiete mit kleinen Flugzeugen, um möglichst rechtzeitig Flüchtlingsboote zu finden und Menschen in Seenot zu retten.

Bereits 2021 haben mehr als 850 Menschen die Überfahrt über das Mittelmeer nicht überlebt bzw. werden vermisst.

Nichtsdestotrotz gehen viele das Risiko ein und wagen die illegale und gefährliche Reise um ein neues Leben in (vermeintlicher) Sicherheit zu beginnen.

Sie suchen eine zweite Chance auf das normale Leben, träumen davon wieder jemand zu werden und kämpfen für das Recht, nicht gehen zu müssen.

Warten auf eine Zukunft

Inzwischen müssen viele Flüchtlinge mit zahlreichen rechtlichen Hürden und sehr begrenztem Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialer Unterstützung leben. Deswegen setzt sich die Kampagne #LeaveNoOneBehind für die Einhaltung der Menschenrechte und die grundlegende Änderung der Migrations- und Asylpolitik ein.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Flüchtlinge traumatisiert sind, was ihren ohnehin schon schweren Alltag weiter erschwert. Die Herausforderungen hören nicht auf – eine neue Sprache, Kultur und Gesellschaft sowie Fremdenfeindlichkeit und Hoffnungslosigkeit sind häufig tägliche Konfrontationen.

Katastrophale Zustände in Flüchtlingslagern

Es gibt lang anhaltende Diskussionen über die Situation und den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten. So diskutieren politische Organe darüber, ob Asylsuchende in ihre Länder kommen dürfen.

Manche Menschen machen sich Sorgen, dass zu viele Flüchtlinge - die eine andere Kultur oder Religion haben - ihnen etwas wegnehmen könnten. Infolgedessen nimmt die Zahl der rechtsextrem motivierten Kriminalität zu. Neben den Beleidigungen und Ausgrenzungen aus der Gesellschaft haben zahlreiche Migranten Angst vor Gewalt - an dem Ort, wo sie eigentlich Schutz gesucht haben - während sie auf den Frieden in ihren Herkunftsländern hoffen.

Durch die langen Untersuchungen von beispielsweise Aufenthaltsgenehmigungen werden Asylsuchende wie Schachfiguren vom Land zu Land abgeschoben.

2020 wurden aus Deutschland 10.800 Menschen abgeschoben.

Die Europäische Union könnte die jetzige Migrationspolitik überdenken, um katastrophale Zustände in Flüchtlingslagern zu verhindern.

Allerdings sollte man generell solche Umstände vermeiden, unter denen Menschen gezwungen sind, ihre Heimatländer zu verlassen. Es braucht globale Veränderungen – adäquate Gesetze und faire Handelspolitik, die die Einhaltung der Menschenrechte und optimale Lebensbedingungen sowie Entwicklungschancen sichern können.
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Wohin kann ein Mensch gehen, wenn er nicht weiß, wohin er gehen soll?

Menschen, deren ganzes Leben von einem Tag auf den anderen vorbei war, brauchen Frieden und vor allem Solidarität. Denn das Leben auf der Flucht haben sie sich nicht selbst ausgesucht.
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Quellen: UNHCR “Global Trends: Forced Displacement in 2020”; Das Recht, nicht gehen zu müssen – Europäische Politik und Fluchtursachen; Bundeszentrale für politische Bildung "Abschiebungen in Deutschland"

 

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