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Krebserkrankung bei Kindern

So unterschiedlich wie die Gewebearten in unserem Körper sind, so vielgestaltig kann auch der Krebs sein.

Jedes Gewebe kann entarten und jede gesunde Zelle kann sich zu einer Krebszelle entwickeln. Die meisten Tumore im Erwachsenenalter werden der Gruppe der Karzinome zugewiesen. Einen Artikel über Krebs und seine Eigenschaften findest du hier.

Bei Kindern sind bösartige Erkrankungen des Blutes am häufigsten. Rund 30 Prozent der Krebsneuerkrankungen machen Leukämien aus, gefolgt von Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS – Gehirn und Rückenmark) mit 24 Prozent. Darauf Folgen Krebserkrankungen des lymphatischen Gewebes mit 14 Prozent.

Relative Häufigkeiten der an das Deutsche Kinderkrebsregister gemeldeten Krebs- Erkrankungsfälle bei Kindern zwischen 2009 und 2017, auf insgesamt 19.254 unter 18- Jährigen Patient:innen (Daten: www.kinderkrebsregister.de)

Die Deutsche Kinderkrebsstiftung

Eine der Kernaufgaben der Deutsche Kinderkrebsstiftung ist die Aufklärungsarbeit. Dies soll fachlich fundiert und aktuell rund um das Thema Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter geschehen. Über 2.600 Seiten bieten umfangreiche, von Expert:innen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), geprüfte Informationen. Die Themenbereiche erstrecken sich über:

  •       Krankheitsbilder
  •       Diagnostik
  •       Aktuelle Therapiestandards und Studien
  •       Heilungsaussichten
  •       Nebenwirkungen und Spätfolgen
  •       Usw.

Zudem fördert die Deutsche Kinderkrebsstiftung das Informationsportal Kinderkrebsinfo.

SARS-CoV-2 – Sind an Krebs erkrankte Kinder gefährdeter?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Deutsche Kinderkrebsstiftung seit Beginn von COVID-19. Die Forschung widmet sich diesem Thema bereits, jedoch sind die Zahlen speziell zu pädiatrischen Krebspatienten noch begrenzt.

Das Memorial Sloan Kettering Cancer Center Manhattan, New York, führte zwischen dem 10. März und dem 12. April 2020 Untersuchungen durch. Patient:innen die sich aus unterschiedlichen Gründen in der Kinderonkologie vorstellten, sowie deren Erziehungsberechtigten, wurden im Rahmen eines krankenhausinternen Screeningplans untersucht. Alle Patientinnen und Patienten, sowie deren Begleitpersonen, die Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten hatten und/oder selbst mögliche Symptome aufwiesen, wurden mit aktuellen Nachweisverfahren auf eine SARS-CoV-2 Erkrankung gescreent. Aber auch symptomlose Patient:innen, die sich zu Chemotherapien oder zu Eingriffen mit verbundener Narkose vorstellten, wurden in das Screening mit aufgenommen.

Insgesamt wurden 335 Personen getestet. Die Zahl der Untersuchten ist zu gering, um eine abschließende wissenschaftliche Aussage treffen zu können. Diese Untersuchung am Memorial Sloan Kettering Cancer Center deutet jedoch darauf hin, dass pädiatrische Patient:innen mit Krebs nicht grundsätzlich gefährdeter sein müssen als Kinder ohne Krebserkrankung. So scheint es, dass SARS-CoV-2 eine Ausnahme bildet im Vergleich zu anderen Atemwegsviren (z.B. Influenza, Respiratory Syncytial Virus etc.), die bei Kindern mit Krebserkrankungen lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen können.

Wichtig!

Durch diese Beobachtung darf es selbstverständlich nicht dazu führen, dass Hygiene- und Schutzmaßnahmen nicht mehr konsequent eingehalten werden. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es auch medizinisches Personal zu schützen und somit die Versorgung aufrecht erhalten zu können.

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Quellen: Deutsche Kinderkrebsstiftung, “Krebs ist nicht gleich Krebs” & “SARS-CoV-2 - Wie gefährdet sind an Krebs erkrankte Kinder”.

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