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Obdachlosigkeit in Deutschland

650.000 Menschen haben keine eigene Wohnung (Stand 2019).

In Deutschland unterscheidet man zwischen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) gab im November 2019 bekannt, dass rund 678.000 Menschen in Deutschland Wohnungslos sind. Diese Zahl stammt aus der letzten Schätzung 2018. Aktuellere Daten gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Das Statistische Bundesamt plant jedoch ab 2022, jährliche Erhebungen durchzuführen. Somit kommt es ab nächstem Jahr zu genauen Zählungen und Statistiken in diesem Bereich.

Was versteht man unter dem Begriff "Wohnungslosigkeit"?

Menschen, die keinen eigenen Mietvertrag besitzen, bezeichnet man als wohnungslose. Diese Menschen leben meistens in Einrichtungen, bei Freunden oder Verwandten.

Gründe für eine Wohnungslosigkeit können Mietrückstände, fristlose Kündigung des Mietvertrags oder Räumungen der eignen Wohnung sein. Aber auch persönliche Gründe können hierbei eine Rolle spielen. Zum Beispiel durch Schicksalsschläge, psychische und physische Krankheiten oder auch eine Sucht können hierbei eine Rolle spielen.

Es kann jedoch auch passieren, dass man trotz staatlicher Hilfen von der Wohnungslosigkeit in die Obdachlosigkeit abrutscht.

Was bedeutet "Obdachlosigkeit"?

Die Obdachlosigkeit gehört zu der Wohnungslosigkeit. Sie stellt ein Teilgebiet dieser dar. Menschen die obdachlos sind, besitzen genau wie wohnungslose, keinen festen Mietvertrag und daher auch keine eigene Wohnung. Aber anders als Wohnungslose, leben Obdachlose meist auf der Straße. Gründe für eine Obdachlosigkeit können sein:

  •       Dauerarbeitslosigkeit (51%)
  •       Alkoholabhängigkeit (48%)
  •       Überschuldung/ Mietschulden (44%)

Lebensbedingungen

Anders als bei Wohnungslosen, die meist bei Familie oder Freunden unterkommen, haben Obdachlose diese Möglichkeit nicht. Die Lebensbedingungen sind aufgrund der fehlenden Zugänge zu Wasser oder Toiletten besonders schlecht und problematisch. Gefühle wie Einsamkeit oder Aggressionen entstehen bei den Betroffenen meist durch die Perspektivlosigkeit, welche durch ihre Situation entsteht.

Besonders in Zeiten von Covid-19 hat sich auch einiges für Obdachlose geändert. In der Zeit des Lockdowns, in der man nur für das nötigste vor die Tür gehen durfte, waren die Innenstädte weniger belebt. Die Folge für die obdachlosen Menschen: Weniger bis keine spontanen Spenden mehr. Kein Essen, kein Kleingeld. Daraus ergibt sich, dass unser gesellschaftliches Leben einen unmittelbaren Einfluss auf unsere Mitmenschen hat, die auf der Straße Leben.

Diese Situationen hat sich nun geändert, da man gelernt hat mit der aktuellen Situation umzugehen und zu Leben. Die Städte sind wieder belebt.

Organisationen

Viele Organisationen helfen Menschen, die auf der Straße leben oder wohnungslos sind. Ob durch das Sammeln von Kleiderspenden oder durch das Verteilen von warmen Mahlzeiten und Lebensmitteln. Beispielsweise fordert die BAG Wohnungslosenhilfe e.V., dass nach §31 Abs. 1 SGB II erwerbsfähigen Hilfebedürftigen gegenüber ausgebrachte Kürzungen des Arbeitslosengeldes II unter keinen Umständen auch die Kosten der Unterkunft und Heizung betreffen dürfen.

Im Raum Köln, setzt sich care4cologne für obdachlose Menschen ein.

In Köln hatten 5.987 Menschen keine eigene Wohnung, diese Menschen mussten in Notunterkünfte oder andere Einrichtungen. Diese Angebote nähmen rund 250 Menschen nicht an und leben auf der Straße.

Der Verein führt seit November 2015 Versorgungsgänge für Obdachlose und Bedürftige rund um den Kölner Hauptbahnhof durch. Das care4cologne Team verteilt jeden Dienstag und Samstag warmes Essen, heiße und kalte Getränke, Obst und belegte Brote. Außerdem geben Sie Menschen bei Bedarf, Schlafsäcke, Decken und Kleidung sowie Hygieneartikel. Zudem bieten sie auch Ratschläge für praktische Hilfe und soziale Angebote an.

Auch KAVI konnte bereits Obdachlosen, auf Kölner Straßen, helfen.

" Es war wirklich ein ganze tolle Erfahrung hautnah dabei zu sein und bei der Essensausgabe mitzuhelfen. Man konnte die große Dankbarkeit der Obdachlosen und Bedürftigen jederzeit spüren und hat immer ein nettes Lächeln als Dankeschön für seinen Einsatz zurück bekommen. Das war definitiv ein Erlebnis das uns nachhaltig beeindruckt hat und uns noch einmal gezeigt hat, warum soziales Engagement in unserer Gesellschaft so wichtig ist. "

Max & Moritz über ihre Hilfe bei care4cologne

 

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Quelle: Stadt Köln, Pressemitteilung mit Zahlen der BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W), Stand 11.09.2019; Malteser, "Armut und Obdachlosigkeit in Zeiten von Corona", Stand November 2020; GoVolunteer, "Was ist der Unterschied zwischen Armut, Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit?", Stand 05.01.2021

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